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Stefan Scatulla

Meine musikalische Laufbahn fing mit ca. 8 Jahren an, als ich meine erste Gitarre geschenkt bekommen habe. Sie war von Neckermann und nach heutigen Maßstäben nur äußerlich mit einer Gitarre verwandt, da dieses edle Stück aus purem Sperrholz gefertigt und von nicht gerade berauschender Qualität war. Sie hat übrigens nicht lange überlebt (ein Streit mit meinem Bruder hat sie dahingerafft); ich habe sie dann als Lagerbehälter für meine Spielsachen weiterverwendet. Damals hörte ich, was für ein Wunder, Schlagermusik, eben das was so im Radio dudelte, bis ich den ersten Kontakt mit den Beatles hatte. Wow, was war das denn, Rock n`Roll, einfach geil. Meine erste LP, übrigens gekauft weil auf der Rückseite eine Gitarre abgebildet war, kaufte ich etwas später, J.J. Cale’s Realy. (Ich bin bis heute ein großer Fan von seiner Gitarrenarbeit und seiner Minimalmusik…) Als ich Ende der 70er mit einem Freund meine erste „Band“ gründete, wollten wir unbedingt wie Pink Floyd Musik machen. Progressive Musik war angesagt (übrigens war uns dieser Begriff in keinster Weise geläufig!) Es ging also los mit der Musik. In einem kleinen Kellerraum probten wir unsere Songs ein. Wir wechselten uns an Gitarre und Bass ab und ergänzten diese Songs mit den Klängen einer Bontempi-Orgel. Es klang grausam aber wir waren glücklich und der festen Auffassung, dass aus uns mal richtig große Musiker werden. In den folgenden Jahren habe ich in unzähligen Bands gespielt. Mal als Gitarrist, mal als Bassist, eben was so gebraucht wurde und wie die jeweilige Zusammenstellung war. Es waren Rock-, Blues und Rock n’ Roll und was weiß ich noch alles an Stilmixen. Viele von diesen Bands gab es nur für kurze Zeit, so dass nicht einmal die Zeit blieb um einen Namen zu finden. Ich möchte keine der Bands in der ich gespielt habe missen, jede war ein tolles Sammelsurium an Musikern von denen ich im Laufe der Jahre viel gelernt habe. Jungs, Danke dafür. In meiner Brust schlugen immer zwei Herzen; Gitarre und Bass. Für mich hatten große Gitarristen immer den gleichen Stellenwert wie Bassisten. Eric Clapton, Leslie West, Peter Green, Pete Townsend, besagter J.J. Cale das waren u.a. meine Helden auf der Gitarrenfront. Bassisten wie John Entwistle, Jack Bruce, Paul McCartney, Tony Levin und und und… faszinieren mich ebenso, wie die oben beschriebenen Guitarjeros. Ich liebe beide Instrumente, vielleicht den Bass noch etwas mehr, weil ich stets versuche aus ihm mehr als nur ein Begleitinstrument zu machen. Dem Satz, „der Bass sei der Klebstoff zwischen Rhythmus und Melodie“ stimme ich insofern auf jeden Fall zu. Durch ein Gespräch mit Wolfgang Röße (wir arbeiten in der selben Firma) erfuhr ich von der neugegründeten Band, in der Wolfgang als Sänger eingestiegen war. Sie suchten dringend jemanden für den Bass. Da ich lange nicht mehr als Bassist tätig war, reizte mich diese Aufgabe sehr, zumal sich in dieser Band sehr gute und bekannte Musiker der Nordenhamer Szene gefunden hatten. So kam es, dass ich nach zehn Jahren als Gitarrist in einer Oldie-Band plötzlich Bassist in einer Prog-Rock-Band wurde, aus der dann Green Lavender hervorging. Wir haben uns voll und ganz der Musik von Marillion verschrieben und lieben es, diese Musik für Euch zu spielen.